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Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung
Der
Alte Rhein bei Rüdlingen, die gegenüberliegenden Rheinufer auf Zürcher
Gebiet und der Thurunterlauf bilden das grösste zusammenhängende
Auengebiet der Schweiz. Dynamische, vom Fluss geprägte Landschaftsräume
sind extrem selten geworden. Sie werden von einer artenreichen und
gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt besiedelt.
Vegetation
Die Rheinkorrektion von 1897
trennte den Alten Rhein durch einen Damm teils vom Strom ab. Im Sommer
überflutet der Rhein aber den Altlauf, die Untere Insel und episodisch
auch die Obere Insel.
Die Vegetation am Alten Rhein
wird von den Wasserspiegelschwankungen und den Überflutungen des Rheines
geprägt. Im Altlauf wachsen seltene Wasserpflanzen. Am Ufer stehen
dichte Röhrichtsäume. Auf den jährlich überschwemmten Flächen haben sich
Weichholzauen entwickelt: Silberweidenwald und Grauerlenwald. Auf
Flächen die nur alle paar Jahre überflutet werden, wächst die von Eschen
dominierte Hartholzaue. An den Rheinabhängen stocken Buchenwälder.
Biber
Der Biber wurde anfangs des
letzten Jahrhunderts ausgerottet und erst vor 40 Jahren wieder
ausgesetzt. Heute lebt in den Rhein- und Thurauen ein grosser Bestand.
Eine Biberfamilie beansprucht an naturnahen Ufern eine Gewässerstrecke
von 0.5–2 km.
Biber
legen ihre Baue meist in Erdböschungen an, seltener bauen sie an flachen
Ufern Burgen aus Holzprügeln.
Im
Hinterwasser des alten Rheins fressen sie Wasser- und Sumpfpflanzen. Die
Rinde von Weichhölzern sind ihre wichtigste, oft einzige Winternahrung:
Ohne Weiden, keine Biber. Biber sind scheue Tiere, ihre Frassspuren sind
aber auffällig: Um an die Zweige zu kommen, fällen sie auch grössere
Silberweiden und Pappeln.
Laubfrosch
Laubfrösche klettern bei der
Insektenjagd auf Schilf und Gebüsche. Der Alte Rhein ist ein wichtiges
Laichgewässer. Im April bis Juni erfüllt hier das Konzert der
Laubfroschmännchen die Nächte. Als typischer Bewohner der Tieflandauen
ist der Laubfrosch gesamtschweizerisch stark gefährdet. Er überlebt nur
in naturnahen Gebieten mit zahlreichen Laichgewässern unterschiedlichen
Alters.
Vögel
Im Alten Rhein und in der näheren
Umgebung brüten etwa 40 Vogelarten, so Eisvogel, Haubentaucher,
Zwergtaucher, Teichrohsänger, Rohrammer, und Pirol. Im Frühling und
Herbst machen hier viele Durchzügler Rast, z.B. Krickente,
Schnatterente, Kolbenente, Reiherente, Tafelente, Gänsesäger,
Wasserralle, Teichhuhn und Flussuferläufer.
Viele Pflanzen und
Tiere sind für ihr Überleben auf Naturschutzgebiete angewiesen. Wir
respektieren diese Lebensräume und halten uns deshalb an Markierungen,
Anweisungen und an die nachfolgenden
Naturschutz-Regeln
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Wege nicht verlassen
und Hunde an der Leine führen
-
Keine Feuer
entfachen und Abfälle wieder mitnehmen
-
Pflanzen weder
pflücken noch ausgraben
-
Keine Tier- und
Pflanzenarten aussetzen
Unsere Rücksichtnahme
gibt der Natur eine Chance.
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